Mybet wird von Westlotto wegen “Kartellrechtsverletzung” mit 11,8 Mio. € entschädigt

Die deutschen Online-Sportwettenanbieter Mybet Holdings SE haben am Montag bekannt gegeben, dass sie mit den WestLeute-Lotteriebetreibern Westlotto einen Vergleich für die “Kartellverletzung” -Schadensanträge abgeschlossen haben, die Mybet gegen das Unternehmen rechtlich eingereicht hat. Die Einigung kommt nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit zwischen den beiden und würde Mybet im zweiten Quartal 2017 mit 11,8 Millionen Euro (13,03 Millionen Dollar) entschädigen.

Die Gerichtsverhandlung begann, als Westlotto gegen Mybet eine einstweilige Verfügung einreichte, um Lotterieprodukte “in der Selbstbedienung” in Deutschland zu verkaufen. Mybet legte gegen die einstweilige Verfügung, gegen die der Oberste Gerichtshof in Düsseldorf 2014 entschieden hatte, Beschwerde ein, weil die einstweilige Verfügung missbräuchlich sei, da sie gegen das freie Markt- und Wettbewerbsrecht verstoßen habe. Das Urteil wurde dann von Westlotto angefochten und zum Bundesgerichtshof gebracht, aber von dort aus wurde es erneut an das Düsseldorfer Gericht verwiesen, was zu dem Vergleich führte, der schließlich den Rechtsstreit beenden sollte.

Der Ausgleich wird an die Mybet-Tochter SWS Services gezahlt, ein Spezialfahrzeug, dem das Düsseldorfer Gericht die Schadensregulierung zugesprochen hat. Von den 11,8 Millionen Euro an Vergleichsgeldern wird das Unternehmen jedoch nur etwa 4,9 Millionen Euro (5,4 Millionen Dollar) erhalten, da zwischen Mybet und einem Dritten eine Vereinbarung über “Zwischenfinanzierung mit Gewinnbeteiligung” besteht, die nicht bekannt gegeben wird.

Gemäß der Vereinbarung müssen Mybet die ursprünglichen 4 Millionen Euro, die sie von dem Kreditgeber erhalten haben, zuzüglich 50% des Darlehens, weitere 15% des verbleibenden Abrechnungsgeldes sowie eine 3 % jährliche Bereitstellungsgebühr, was 6,9 Mio. € (7,62 Mio. $) entspricht, wodurch Mybet nur den genannten Betrag erhält.

In der offiziellen Pressemitteilung sagte der CEO von Mybet Holdings, Markus Peuler, er sei zufrieden, dass eine Lösung im gegenseitigen Konsens gefunden wurde. Er fügt hinzu, dass die Mittel die finanzielle Situation des Unternehmens verbessern werden und 2017 eine neue Grundlage für ihre Finanzplanung bilden werden. Sie haben am 31. August 2017 eine Jahreshauptversammlung angesetzt, kurz nachdem Mybet die Finanzberichte für das ganze Jahr vorgelegt hat veröffentlicht.

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